Der Sexgangster kannte keine Gnade

Von Edgar Schneider

Kategorien: Ungeklärte Kriminalfälle


Datum: 01.04.2015

Mit einem Phantombild fahndet die Düsseldorfer Polizei nach einem brutalen Sexgangster. Sein Opfer ist die 41-Jährige Heidrun H, die  von einem jungen Mann an einer Straßenbahnhaltestelle verschleppt, bewusstlos geprügelt und sexuell misshandelt wurde. Bis heute leidet sie unter den traumatischen Folgen des Überfalls. BrandZeilen.de bittet um Mithilfe bei der Fahndung.

Mehr als zwei Jahre sind seit der grausamen Tat vergangen. Verarbeitet hat Heidrun H. das schreckliche Erlebnis allerdings bis heute nicht. Verständlich – denn die 41-jährige Düsseldorferin durchlebte wahrlich ein Martyrium. Sie ist stark traumatisiert, vergeblich versucht sie, ihre Angst zu verdrängen und die Geschehnisse, die sie wie ein böser Traum verfolgen, hinter sich zu lassen. Denn seit dem brutalen Sexüberfall ist nichts mehr, wie es einmal war.

Der Albtraum: An einem frühen Sonntagmorgen steht Heidrun H. alleine an einer Straßenbahnhaltestelle im Stadtteil Flingern. Die Düsseldorferin ist gegen 4.30 Uhr nach einem fröhlichen Abend auf dem Nachhauseweg. Ein Bekannter hat sie bis zur Haltestelle in der Birkenstraße im Stadtteil Flingern begleitet und sich dann von ihr verabschiedet.  Während sie dort alleine auf die Bahn wartet, taucht urplötzlich ein junger Mann hinter ihr auf. Er spricht sie kurz an, um sie dann zu bedrängen, unsittlich anzufassen und überall zu begrapschen.

„Als ich mich dagegen zu Wehr setzte, rastete der Typ völlig aus“, berichtet sie auf BrandZeilen.de Ohne Vorwarnung schlägt der Mann sie nieder, und auch als sie schon wimmernd auf dem Boden liegt, schlägt und tritt er weiter wie ein Irrer auf sie ein. Niemand ist zu dieser frühen Stunde in der Birkenstraße unterwegs, niemand kann ihr zu Hilfe eilen. Heidrun Hollmann ist dem Brutalo -Gangster hilflos ausgeliefert. Ihr ganzer Körper schmerzt unter den Tritten und Schlägen, sie spürt nichts als nackte Todesangst, als der Mann wie von Sinnen immer weiter auf sie einprügelt. Ihr Peiniger fügt ihr so schwere Verletzungen zu, dass sie schließlich das Bewusstsein verlier.

Mitleid hatte der Schläger mit seinem bewusstlosen Opfer auch dann noch nicht. Ganz im Gegenteil. Nach wie vor hat er es darauf abgesehen, sich sexuell an seinem Opfer zu vergehen. Es soll nicht beim Begrapschen und unsittlichen Berührungen bleiben….

Was dann genau passiert, insbesondere wie und wann er sein schwer verletztes und bewusstloses Opfer von der Haltestelle wegschafft, um sich an einem ungestörten Ort an ihr zu vergehen, ist bis heute ein Rätsel. Vieles spricht jedoch dafür, dass sich der eigentliche Tatort des Sexverbrechens ein paar Hundert Meter weiter in der Flurstraße befindet. Denn dort jedenfalls, in der Tiefgarageneinfahrt der früheren Flurklinik, kommt die geschundene Frau Stunden später wieder zu sich. Schwer verletzt und teilweise entkleidet liegt sie vor dem Gittertor der Garageneinfahrt. Dass sie bei den eisigen Temperaturen nicht erfroren ist, grenzt an ein Wunder.

„Es ist davon auszugehen, dass der Mann die hilflose Lage der Geschädigten für sexuelle Handlungen ausnutzte“, so ein Ermittler des zuständigen K 12 der Düsseldorfer Polizei. Eine Fahndung nach dem brutalen Sexgangster verlief aufgrund der verstrichenen Zeit jedoch ergebnislos. Heidrun Hollmann wurde sofort ins nächste Krankenhaus eingeliefert, wo sie mehrere Tage stationär behandelt werden musste. Sie hat die brutalen Misshandlungen und die schweren Verletzungen zwar überlebt, aber die psychischen Folgen des Verbrechens waren verheerend. Heidrun Hollmann gilt als schwer traumatisiert, niemand weiß, ob sie sich je wieder von den psychischen Folgen erholen wird.

edgar.schneider@brandzeilen.de

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Täter gesucht


Sexgangster auf der Flucht

Die Kripo möchte wissen:

Wer kennt den Mann auf dem Phantombild? Der Täter 20-25 Jahre alt, 160-170 Zentimeter groß und schlank.Der Täter trug eine silberne Gebetskette um die linke Hand und war mit beigefarbenen Jacke und Hose sowie weißen Turnschuhen bekleidet.


Hinweise an die Kripo Düsseldorf, Telefon 0211 8700


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